Tag 12: Panne und Reparatur
Vallegio sul Mincio
46.10780 N, 11.11396 E, 184 m ü. M.
Km-Stand: 5997
Heute ging es durch die norditalienische Tiefebene. Flach, flacher, am flachsten – durchzogen von einem dichten Netz aus Kanälen, mal schmal, mal breit, dazu kleine und größere Flüsse. Links und rechts wechseln sich Reisfelder, Hirse, Mais, Weinberge, Obstplantagen und riesige Tomatenfelder ab. Die Tomaten liegen einfach auf dem Boden, ganz ohne Stützen oder Schnüre. Von Hand wird hier wohl niemand ernten – das schreit förmlich nach Tomatenmark. Und sehr große Felder mit dem Größten Alptraum von Janis, Zuchini so weit das Auge reicht.
Den Po hatte ich mir als mächtigen Strom vorgestellt. Stattdessen haben wir ihn fast übersehen. Erst später wurde uns klar: Moment mal, das war gerade der Po! Ehrlich gesagt wirkte er eher wie der Neckar bei Niedrigwasser. Irgendwie hatte ich da etwas mehr erwartet.
Etwa 30 Kilometer vor Bologna war dann schlagartig Schluss mit gemütlichem Cruisen. Plötzlich kein Gas mehr – der Gaszug war gerissen. Zum Glück hatten wir einen Ersatzzug dabei. Weniger erfreulich war, dass man gefühlt erst das halbe Ape zerlegen musste, um überhaupt dranzukommen. Also hieß es schrauben, tüfteln und improvisieren. Nach gut drei Stunden lief der Motor wieder. Allerdings hat sie jetzt etwas weniger Leistung. Da werde ich wohl noch einmal nachbessern müssen.
Inzwischen war es nach 19 Uhr, also schnell einen Campingplatz suchen. Der erste lag nur zehn Kilometer entfernt – entpuppte sich aber als reiner Wohnmobilstellplatz. Das erfuhren wir allerdings erst durch eine freundliche Dame vor Ort, denn gesehen hatten wir das Schild natürlich nicht.
Also noch einmal rund 30 Kilometer weiter Richtung Modena. Die Beschilderung war eher ein Ratespiel, und ehe wir uns versahen, waren wir mal wieder auf der Autobahn. Gemerkt haben wir das erst, als wir schon wieder abfuhren.
Als wir schließlich den Campingplatz erreichten, war es fast dunkel. Aber inzwischen sind wir ein eingespieltes Team: Nach 30 Minuten stand das Nachtlager, weitere 15 Minuten später dampfte das Abendessen auf dem Tisch. Zum Glück klappt wenigstens das inzwischen fast automatisch.






Bis bald
Giselind, Reinhard, Shakira und Gina
Jetzt soll es ja wieder heiß werden in Norditalien. Also Wasservorräte anschaffen. Liebe Grüße von Michel
o.k. und gute Besserung für Deine Schulter.