Tag 17: Entlang der ligurischen Küste

Rapallo
44.35727 N, 09.19948 E, 17 m ü. M.
Km-Stand: 6660
Gestern 136 km gefahren

Kurz vor 10 Uhr kommen wir endlich los. Und wie könnte es anders sein: Zunächst geht es erst einmal kräftig bergauf – bestimmt 200 Höhenmeter oder sogar mehr. Von oben haben wir einen herrlichen Blick auf Genua in der Ferne. Noch ahnen wir nicht, was uns dort erwartet.

Autofahren in einer italienischen Großstadt ist schon ein besonderes Erlebnis. Die Straßenführung wirkt gelegentlich etwas kreativ, die Beschilderung ebenso. Da landet man schneller als gedacht in der falschen Ausfahrt eines Kreisverkehrs oder – noch schlimmer – versehentlich auf der Autobahn.

Und dann der Verkehr! Wo sich auch nur die kleinste Lücke auftut, fährt jemand hinein. Rechts überholt ein Auto, links taucht ein Roller auf und im nächsten Moment schlüpft noch ein weiterer rechts vorbei. So viele Motorroller wie hier haben wir noch nie gesehen. Man bekommt fast den Eindruck, jeder Italiener besitzt mindestens einen. Mal kommen sie einzeln, dann wieder gleich im ganzen Schwarm. Verkehrsregeln scheinen dabei manchmal eher als Empfehlung verstanden zu werden. Und gehupt wird sowieso – das gehört einfach dazu.

Irgendwann liegt Genua dann doch hinter uns. Im Vergleich dazu ist die viel befahrene Küstenstraße fast schon entspannend, auch wenn der Fahrstil der Einheimischen derselbe bleibt.

Wir folgen der ligurischen Küstenstraße entlang der italienischen Riviera. Wo für die Straße direkt am Meer kein Platz mehr ist, weicht sie ins Hinterland aus. Das bedeutet für uns immer wieder: bergauf, bergab, bergauf, bergab. Dafür werden wir mit wunderschönen Ausblicken belohnt.

Die Straßen sind gesäumt von blühenden Oleanderbüschen in allen Farben. Auf der Meerseite scheint jeder freie Quadratmeter zum Baden und Sonnen genutzt zu werden. Sonnenschirme stehen in Reih und Glied, darunter Liegestühle, und natürlich dürfen auch die typischen Umkleidekabinen nicht fehlen.

In Savona fahren wir an der beeindruckenden Fortezza del Priamar vorbei. Gern hätten wir sie besichtigt. Aber mit zwei Hunden und unseren voll beladenen Apen, die man nicht einfach unbeaufsichtigt stehen lassen kann, ist das leider keine gute Idee. Vielleicht ergibt sich irgendwann noch einmal eine Gelegenheit.

Und seit heute tauchen auch Piaggio Apen auf. Oft die größeren, etwas leistungsfähigeren aber auch Ape 50 sehen wir immer wieder im Straßenbild oder am Straßenrand geparkt. Einer Ape sind wir auch mehrere Kilometer gefolgt.

Auf der Küstenstraße kommen wir deutlich langsamer voran als an vielen Tagen zuvor. Nach gut 130 Kilometern beschließen wir deshalb, Schluss zu machen, und suchen uns einen Campingplatz.

Morgen geht es weiter – immer der Küste entlang, Richtung Frankreich.

Bis bald

Giselind, Reinhard, Shakira und Gina

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Ein Kommentar

  1. Wir hoffen, Du hattest einen schönen Geburtstag, Reinhard, und gratulieren auch noch einmal. Lasst es Euch gut gehen auf der weiteren Reise. Gruß

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