Tag 1: SAFETY CAR ist out
Obergrombach
49.07575 N, 8.58472 E, 164 m ü. M.
Km-Stand: 4559
200 Km gefahren


Um 8:30 Uhr war Abfahrt. Dank perfekter Vorbereitung am Vortag waren die Apes schon komplett gepackt – erstaunlicherweise passte sogar alles rein. Also noch schnell in Untergrombach volltanken und dann ging’s los: Ich vorneweg auf der roten Ape, Giselind mit der grünen dicht hinterher.
Größere Städte sind mit der Ape immer ein kleines Abenteuer. Man behält den Rückspiegel im Blick („Ist Giselind noch da?“), beobachtet Autofahrer, die überzeugt sind, dass zwischen Ape und Gegenverkehr locker noch ein Smart passt, und versucht ganz nebenbei auch noch, die richtige Straße zu erwischen. Pforzheim konnten wir nicht wirklich umfahren, aber am Samstagmorgen hielt sich der Verkehr zum Glück in Grenzen. Mission erfolgreich.
Danach wurde es richtig schön. Entlang der Nagold führte die Strecke durch ein idyllisches Tal – Fluss, Wald, Kurven… genau so stellt man sich entspanntes Fahren vor.
Bis der Umleitungs-Dschungel zuschlug.
Zwei, drei… oder waren es vier verschiedene unabhägige Umleitungen? Dazu Google Maps mit einer ganz eigenen Vorstellung vom optimalen Weg. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Ich folgte der falschen Umleitung. Ein paar Kilometer bergauf dachte ich mir dann: „Irgendwas stimmt hier nicht.“ Ein kurzer Kontrollblick auf die Karte bestätigte den Verdacht. Bad Teinach stand definitiv nicht auf unserem Reiseplan. Also wieder den ganzen Berg hinunter und diesmal stur nach Google Richtung Horb am Neckar.
Von dort ging es weiter nach Rottweil. Den markanten Testturm sieht man schon von Weitem – praktisch als Orientierungshilfe für Ape-Piloten. Dort wurde erst einmal getankt und anschließend die Frage des Tages geklärt: Wo schlafen wir heute?
Die Wahl fiel auf Tuttlingen. Dort soll es eine städtische Zeltwiese für Wanderer und Radfahrer geben. Das wäre auch was für uns. Da es dort keinen Strom gibt, wurde vorher noch spontan im Kaufland ein Beutel Eiswürfel organisiert.
Die Zeltwiese zu finden war allerdings fast schwieriger als die Umleitungen zuvor. Sie versteckte sich mitten in einem riesigen Schul- und Freizeitgelände zwischen Schulen, Sportplätzen und Spielplätzen,… Irgendwann hatten wir sie gefunden: klein, gemütlich, von Hecken umgeben und mit genau zwei Zufahrten – gerade breit genug für unsere beiden Bienen.
Die Sanitärversorgung hat allerdings noch Luft nach oben. Toiletten waren mit etwas Sucherei erreichbar. Duschen wäre zwar möglich gewesen, allerdings nur nach einem längeren Fußmarsch zur Schlüsselbeschaffung. Dafür fehlte uns an diesem Abend eindeutig die Motivation. Also musste Wasser aus dem Kanister als Wellness-Oase herhalten.
Kochen? Fehlanzeige. Wir waren fix und fertig. Ein Stück Brot, etwas Salami – Gourmetküche sieht anders aus. Danach fielen wir früh in die Schlafsäcke, todmüde aber es dauerte eine ganze Weile, bis wir eingeschlafen sind.
Bis bald
Giselind, Reinhard,Shakira und Gina
….ich wünsche Euch weiterhin eine gute Fahrt ohne Stressmomente und genießt die Landschaft um Euch herum. Liebe Grüße Cordula
Ps: Eure Reiseberichte sind super!!
Vielen Dank