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Tag 34: Safety Car in this Lap

Obergrombach: 49.07575 N, 8.58472 E, 164 m ü. M.
Km-Stand: 8227 km
Km der letzten Tage: 125 km

So geht also unsere Reise zu Ende. Es heißt: „Safety Car in this Lap“.

Wir haben sechs tolle Wochen erlebt, freuen uns aber auch wieder darauf, zu Hause zu sein, in unseren eigenen Betten schlafen zu dürfen und Nele und Mara wiederzusehen. Nach insgesamt 3668 km sind wir wieder zu Hause.

In den letzten fast sechs Wochen haben wir viel gesehen und erlebt: schöne Landschaften, Flüsse und Flusstäler, Berge und Seen, landesspezifische Eigenheiten, Campingplätze, Städte und vieles mehr.

Wir waren so weit südlich in Italien wie noch nie. Wir haben auf dem Reschenpass in 1.500 m Höhe im Zelt übernachtet. Wir haben geglaubt, der Reschenpass sei die größte Herausforderung für unsere Bienen – und damit haben wir uns gewaltig getäuscht. Wir haben mehr als 22.000 Höhenmeter überwunden. Dabei waren Tage mit mehr als 2.000 Höhenmetern dabei. Wir sind durch mindestens 50 Tunnel gefahren, kleine, aber auch solche mit mehreren Kilometern Länge. Und die rote Biene war auf dem Mont Ventoux, 1.909 m über dem Meer.

Natürlich sind wir auch nicht ganz ohne Reparaturen und Verluste durch die Reise gekommen. Wir haben eine Radkappe und einen Fensterfeststellbügel verloren, eine Tankdeckelbelüftung wieder funktionsfähig gemacht, einen Gaszug repariert bzw. geflickt, eine gebrochene Fähnchenhalterung gerichtet, einen Kupplungszug eingestellt, eine verlorene Schraube der Vergaserklemmung ersetzt, zwei Luftfilter gereinigt und eine Zündkerze ausgetauscht.

344,17 Liter Benzin und 10 Liter Öl haben unsere Bienen gebraucht. Und zweimal mussten sie durch tatkräftiges Schieben bei zu großer Steigung unterstützt werden. Einmal bin ich sogar einen Berg rückwärts hochgefahren – vorwärts hat es einfach nicht geklappt. An der Cinque Terre mussten wir leider nach einigen Kilometern umkehren. Zu steil! Wir sind mit unseren Bienen die Formel-1-Strecke in Monte Carlo abgefahren und haben uns durch das Getümmel einiger Großstädte durchgewurstelt. Aber wir haben auch viele wunderschöne Straßen mit wenig Verkehr und herrlicher Natur befahren. Dabei haben wir die Straßenverhältnisse in vier Ländern kennengelernt. Was in Italien an Straßenschäden offenbar normal ist, würde in Deutschland aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich zur Vollsperrung für den Autoverkehr führen. 😉

Wir hatten herrliches Wetter: keinen einzigen richtigen Regentag! Ein paar Tropfen gab es zwar, aber die waren nicht einmal stark genug, um den Scheibenwischer einzuschalten. Allerdings hatten wir vier Nächte mit teilweise kräftigen Unwettern. Einmal mussten wir sogar von innen das Zelt festhalten, um nicht weggeweht zu werden. Wir hatten mehr Tage mit über 40 Grad als Tage mit unter 30 Grad. Lange Hosen und Jacken waren daher fast überflüssig.

Wir wurden unzählige Male fotografiert und gefilmt, oft angesprochen, und man hat uns viele Male zugewunken, geklatscht, gehupt und zugelacht. Überall sind wir auf großes Interesse und freundliche Menschen gestoßen – Fremdenfeindlichkeit haben wir kein einziges Mal erlebt.

Ein ganz besonderer Dank

Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren Kindern bedanken. Ohne ihre Unterstützung wäre diese Reise nicht möglich gewesen.

Insbesondere unser Sohn Janis hat bei dem heißen Wetter jeden Tag unsere vielen Pflanzen im Haus und im Gewächshaus, die Baumschule, den Hausgarten und den Außengarten mit Wasser versorgt. Außerdem hat er sich um die Post und das Haus gekümmert.

Herzlichen, herzlichen Dank, lieber Janis, für Deine Mühe und dafür, dass Du partielle Dürre bei unseren Pflanzen weitgehend verhindert hast!

Das Schreiben dieses Blogs hat mir sehr viel Freude gemacht. Tagesaktuell hat es leider nicht immer geklappt. Manchmal war ich einfach zu müde, manchmal gab es keine gute Internetverbindung und manchmal waren meine Gedanken auch einfach ganz woanders.

Es freut uns sehr, dass Ihr uns in unserem Blog auf dieser Tour begleitet habt. Vielen Dank dafür!Wenn es Euch gefallen hat, würden wir uns sehr über eine kurze Rückmeldung freuen. Und vielleicht gibt es ja irgendwann weitere Blogs auf unserer Homepage. Wer weiß – die nächste Reise kommt bestimmt. 😉

Jetzt heißt es aber erst einmal:

Safety Car is in the Box!

Liebe Grüße und bis bald

Giselind, Reinhard, Shakira und Gina

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Ein Kommentar

  1. …schön, dass ihr gesund und wohlbehalten wieder in der Heimat zurück seid. Ich fand eure Reiserlebnisse einfach nur klasse.
    Habe abends immer mit Neugier auf eure Reiseberichte geschaut.
    Lasst es einfach im Kreise eurer Familie nochmals nachwirken und genießt es. Lieben Dank nochmals….Gislind wir sehen uns hoffentlich beim nächsten Stammtich….liebe Grüße Cordula

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