Tag 4: Ausschlafen und Ausruhen
Rammingen, 48.87848 N, 11.72784 E, 424 m ü. M.
Km-Stand: 5084
153 km gefahren




Eigentlich hatten wir gar nicht vor, schon nach drei Fahrtagen einen Ruhetag einzulegen. Aber der Campingplatz hat uns so gut gefallen und wir waren einfach ziemlich platt. Also haben wir kurzerhand umgeplant.
Der Tag bestand dann hauptsächlich aus Ausschlafen, Lesen und Entspannen. Ich habe ein paar Blogbeiträge geschrieben und bin mehrmals im Naturteich schwimmen gewesen. Das Ein- und Aussteigen war allerdings etwas abenteuerlich, weil der Boden ziemlich glitschig war. Aber das kühle Wasser war herrlich. Mit mindestens 20 Metern Länge und rund sieben Metern Breite konnte man in dem umgebauten Silo tatsächlich richtig schwimmen.
Der Besitzer des Platzes scheint ein echtes Multitalent zu sein. Seine Landwirtschaft ist unglaublich vielseitig: Weizen, Mais für Futter und Biogas, Imkerei, vermutlich auch Hopfen, Rinder, der Campingplatz, eine Beteiligung an einem Solarpark, Wald – und bestimmt noch einiges mehr.
Außerdem blieb Zeit, uns etwas näher mit der Donau zu beschäftigen. Mit 2.857 Kilometern ist sie nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas. Sie fließt durch oder berührt zehn Länder – Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine. Kein anderer Fluss der Welt verbindet so viele Staaten.
Ihre Quelle liegt im Schwarzwald, wo Brigach und Breg zusammenfließen. Mein Opa wusste schon: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg.“ Von dort fließt sie durch weite Ebenen, schneidet sich durch mehrere Gebirge und mündet schließlich in einem riesigen Delta ins Schwarze Meer.
Schon seit Jahrhunderten ist die Donau eine der wichtigsten Handelsrouten Europas und verbindet ganz unterschiedliche Kulturkreise. Allerdings wurde die Schifffahrt durch politische Spannungen und Kriege immer wieder eingeschränkt. Heute können Frachtschiffe über den Rhein-Main-Donau-Kanal von der Nordsee bis ins Schwarze Meer fahren und überwinden dabei sogar den höchsten Punkt des europäischen Wasserstraßennetzes. Das größte zugelassene Fahrzeug ist ein Schubverband mit 187 Metern Länge und 11,45 Metern Breite.
Übrigens fließt nicht das gesamte Wasser der Donau ins Schwarze Meer. Ein kleiner Teil wird über den Rhein-Main-Donau-Kanal Richtung Main geleitet, um dort die Wasserstände zu sichern. Möglich wird das, weil die Donau an dieser Stelle höher liegt als der Main und Pumpen das Wasser entsprechend fördern.
Und zum Schluss noch etwas Schulwissen: Früher lernte man im Erdkundeunterricht den Spruch: „Iller, Isar, Lech und Inn fließen rechts zur Donau hin. Altmühl, Naab und Regen kommen ihr von links entgegen.“ Ob das heute eigentlich noch unterrichtet wird?
Bis bald!
Giselind, Reinhard, Shakira und Gina
Hi, es ist super dass ihr den Blog habt. Zu den Eindrücken eurer Fahrt bekommt man noch allerlei Wissenswertes. Echt klasse
Viel Spaß und wenig Pannen.