Tag 4 – Wo kommen Sie her?

Datum: 14.07.2023
Kilometerstand: 480 km
Ort: Aicis-sur-Aube
Position: 48.538709, 4.143423

Um ca. 10:00 Uhr verließen wir den Campingplatz. Am Ausgang stand bereits das Filmteam, eine Frau und wohl Ihr Mann. Ich musste schon 2 mal hinsehen, aber ich habe mich nicht getäuscht. Sie haben an der Straße gewartet um unsere Ausfahrt zu filmen.

Wir werden überhaupt viel angesprochen, auf Campingplätzen oder beim Einkaufen. Deutsche, Niederländer, Engländer und Franzosen kommen auf uns zu. Wo wir herkommen wollen die Leute wissen und wo wir hinfahren. „Darf ich ein Foto machen“ werden wir öfter gefragt. Die wenigen Deutschkenntnisse werden da hervorgezaubert und zusammen mit meinen Französisch Kenntnissen können wir uns dann sogar ein wenig unterhalten.
Viele Leute winken uns zu, hupen und zeigen die Daumen noch oben oder fotografieren und filmen uns.
Die negativen Reaktionen auf die Verkehrsbehinderung, die wir zweifelsohne darstellen, halten sich sehr in Grenzen. Gelegentlich gibt es mal einen ungeduldigen Autofahrer, der genervt wartet, bis er überholen kann. Meist stoßen wir auf Verständnis und Rücksicht.

Die ganze Zeit schon sahen wir Siloanlagen für das Getreide aber heute sind wir an einer Anlage vorbeigefahren, die neben bestimmt 20 Silotürmen noch eine größere Zahl an riesigen Hallen für die Lagerung des Getreides hatte. Eisenbahnanschluss durfte natürlich nicht fehlen.

Die Straßenverhältnisse machen uns etwas zu schaffen. Gerade wenn man auf Nebenstraßen und durch kleine Ortschaften kommt sind die Straßen zwar alle geteert, aber auch zum x-ten mal ausgeflickt. Es kann auch passieren, das man eine Straße erwischt, die auf französische Art neu geteert wurde, also Teeröl aufspritzen und Splitt verstreuen. Wenn man so eine Strecke befährt hat man wegen Steinschlages Angst um sein Fahrzeug. Und dann die Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Fahrbahnerhöhungen quer über die Fahrbahn, immer schön gekennzeichnet, aber wenn man nicht aufpasst kann man sich schon mal den Kopf am Ape-Dach anhauen oder die Härte der Ape-Sitzbank spüren. Zur Verkehrsberuhigung tragen die Dinger jedenfalls bei. Ich möchte nicht wissen, wie viele Autos da schon zu Bruch gingen.

Die Statue von Napoleon in Montereau-Fault-Yonne hat sich auch nicht verändert. Er zeigt immer noch, ich glaube, nach Osten.

Bis bald
Reinhard

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