Tag 21: Ruhetag – Technischer Dienst
St. André-les-Alpes: 43.96191 N, 06.51117 E, 884 m ü. M.
Km-Stand: 7037
Heute standen neben Einkaufen, Kochen, Schlafen und der ausgiebigen Nutzung des Pools auch einige technische Arbeiten auf dem Programm.
An Giselinds grüner Ape musste die Kupplung eingestellt werden, was aufgrund der etwas eigenwilligen Konstruktion des Klemmbolzens wieder einmal nicht ganz reibungslos verlief. Außerdem war der Luftfilter zu reinigen.
Bei meiner roten Ape standen ebenfalls die Reinigung des Luftfilters sowie die Instandsetzung der Klemmung des Vergasers am Ansaugstutzen an. Zusätzlich musste der Gaszug neu eingestellt werden. Dafür hatte ich mir schon vor einigen Tagen im Baumarkt eine passende Zange besorgt. Zum Glück ließ sich das Problem beheben, ohne den Gaszug erneut austauschen zu müssen. Abschließend war noch die Kontrolle der Ölpumpe erforderlich. Nach etwa zwei Stunden war alles erledigt. Ich hatte mit deutlich mehr Aufwand gerechnet.
So blieb noch genügend Zeit, die Seele baumeln zu lassen und meinen Lieblingsplatz auf einer Anhöhe über dem Verdon, unweit des Campingplatzes, zu besuchen. Dort herrscht eine wunderbare Ruhe – nur die Geräusche der Natur sind zu hören. Der Blick schweift über das Tal zu den gegenüberliegenden Bergen, hinunter auf den Fluss und das kleine Städtchen. In der warmen Luft liegt der Duft von Kräutern und Lavendel, gelegentlich zieht ein Gleitschirm- oder sogar ein Segelflieger über den Himmel. Einfach herrlich.
Auf einem kleinen Hügel wachen die Statuen von Petrus und Paulus über das Tal und die umliegende Landschaft. Ein altes Gehöft in unmittelbarer Nähe wurde zu Ferienwohnungen umgebaut und trägt den treffenden Namen „A Little Piece of Heaven“ – ein kleines Stück vom Himmel. Leider gibt es die alte Sitzbank dort oben nicht mehr. So setzten Gina und ich uns einfach ins Gras, um diesen besonderen Ort zu genießen.
Auf dem Rückweg mussten wir den Verdon erneut überqueren. Natürlich konnten wir nicht widerstehen, noch kurz die Böschung hinabzusteigen und ein wenig durch das klare Wasser zu waten. Ich versuchte sogar, Gina zum Baden zu überreden. Davon hielt sie allerdings überhaupt nichts – das Wasser war ihr wohl einfach zu nass.






Bis bald
Giselind, Reinhard, Shakira und Gina